Design Thinking Workshop mit Gründern und etablierten Unternehmen – Startups nachhaltig ausrichten

Was bringt Vertreter eines noch nicht gegründeten Food-Startups, eines seit einigen Jahren bestehenden Startups, welches Bäume pflanzt, und eine Nachhaltigkeitsexpertin des BMW-Konzerns in einen kleinen, aber gefüllten Raum voller Post-its, Knete und großem Willen gemeinsam die Zukunft zu gestalten? Das Projekt GründerBOX.

Wir freuen uns von diesem Projekt berichten zu können.

 

Worum geht es? Im Auftrag des LFU entwickeln die Nachhaltigkeitsagentur B.A.U.M. und die Design Thinking Agentur Protellus im Rahmen des Umweltpakt Bayerns gemeinsam mit Gründern und Nachhaltigkeitsexperten eine Toolbox für Startups. Die GründerBOX wird junge bayrische Unternehmen motivieren und unterstützen, ökologische und soziale Aspekte in ihren Geschäftsprozessen zu verankern.

Wie diese GründerBOX aussieht, was drin ist und wie sie für Startups nützlich ist, steht noch nicht fest, sondern wird entsprechend der Arbeitsweise von Startups agil und nutzerzentriert entwickelt.

Teil des Projekts sind verschiedene partizipative Veranstaltungen in Bayern. Gestartet wurde mit einem ersten Design Thinking Workshop in München. Im „Impact Hub“ trafen sich 18 ausgewählte Vertreter*innen aus Startups und etablierten Unternehmen. Drei Stunden lang wurde kreativ, strukturiert und unter hohem Zeitdruck gearbeitet. Dabei wurde nicht nur inhaltlich gedacht, sondern die Teilnehmer*innen erhielten gleichzeitig eine Schulung in Design Thinking.

 

Wie sah das aus? Nach einer Warm-Up- und Kennenlernphase wurde in Dreierteams gearbeitet: Je zwei „Startuper*innen“ saßen zusammen mit einem*einer nachhaltigkeitserfahrenen Person aus einem „Corporate“.

Zuerst wurde gemeinsam das Thema erörtert: „Was für Probleme haben Startups allgemein? Wie wichtig sind nicht-monetäre Werte in der Gründungsphase? Wo liegen Hürden zur Integration von Nachhaltigkeit im Geschäftsmodell?“

Auf Basis von im Workshop mit Gründer*innen geführten Interviews, wurde lebendig diskutiert und pro Team eine klare Brainstormingfrage für den weiteren Verlauf im Design Thinking Prozess identifiziert. Dabei stand im Fokus: Was ist das wichtigste Bedürfnis der/des interviewten Gründer*in im Nachhaltigkeitskontext?

Davon ausgehend wurden in der letzten Stunde des Workshops Ideen entwickelt. Die aus den wilden Brainstormings hervorgegangen Ideen blieben allerdings keine abstrakten Ideen auf Haftnotizen, sondern wurden direkt noch zum Leben erweckt. Beim Prototypen, dem „Denken mit den Händen“, entstanden aus abstrakten, teils verrückten Ideen (be-)greifbare Konzepte aus Lego, Pappe und Schnüren. Einige der 6 Teams präsentierten ihre Ideen und diskutierten diese mit den anderen Teilnehmern. Bei abschließendem Abendsnack und kühlen Getränken wurden dann natürlich nicht nur Ideen, sondern auch Kontakte ausgetauscht.

 

Was war das Ergebnis? Neben vielen inspirierten Teilnehmern gab es aus den 6 Teams knallharte Ergebnisse. Entwickelt wurden unter anderem Konzepte für auf Kryptowährung basierenden Crowdfundings für regionale Marktplätze, Vergleichsplattformen für Nachhaltigkeitswirkungen von Startup-Produkten sowie Netzwerke für nachhaltige Logistik. Ebenso wichtig für das Projekt waren die vielen Informationen über Bedürfnisse, Hemmnisse und Probleme von Startups. Ganz deutlich zeigt sich: Nachhaltigkeit ist hip – und Startups mangelt es an Zeit und Geld. Wer nach Methoden wie „Lean Management“ arbeitet, hat selten Ressourcen für Nachhaltigkeitsthemen aufzubringen – es sei denn es ist für das Geschäftsmodell wichtig. Eines haben Startups jedoch genug: Motivation, Energie und Überzeugung, um erfolgreich zu werden. Es gilt also ressourcenschonende, einfache Handlungshilfen zu entwickeln, die motivieren, Nachhaltigkeit trotz aller weiteren Herausforderungen als wichtige Komponente im Geschäftsprozess zu verankern.

 

Wie geht es weiter? Der nächste Workshop wird voraussichtlich Ende Juli in Nürnberg stattfinden. Am 13. September 2018 findet zudem ein finaler großer Design Thinking Workshop in Augsburg statt. Parallel dazu werden Interviews zum Thema durchgeführt.

Interesse? Bei Fragen und Anregungen zum Projekt sowie Interesse an den nächsten Workshops genügt eine kurze E-Mail an Hannah Witting (h.witting{ät}baumgroup.de, www.baumgroup.de) und Kilian Karg (kilian{ät}protellus.de).

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

 

Weitere Infos zum Projekt unter: www.protellus.de/StartupBayern

 

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